Die Grundlagen

Was ist eine EORI-Nummer?

Die EORI-Nummer ist der Schlüssel zum Import und Export in der EU. Hier erklären wir einfach, was sie bedeutet, wie sie aufgebaut ist und wer sie braucht.

EORI — einfach erklärt

EORI ist die Abkürzung für Economic Operators Registration and Identification. Dahinter steckt eine eindeutige Nummer, mit der die Zollbehörden der EU Unternehmen und Personen identifizieren, die Waren über die Außengrenze der Union bewegen.

Stellen Sie sich die EORI-Nummer als „Ausweisnummer beim Zoll" vor: Bei jeder Einfuhr, Ausfuhr oder Durchfuhr muss der Zoll wissen, wer hinter der Sendung steht — und genau das sagt ihm die EORI-Nummer.

Warum gibt es die EORI-Nummer?

Vor der Einführung 2009 hatte jedes Mitgliedsland eigene Systeme — in Deutschland etwa die Zollnummer. EORI schuf ein gemeinsames, EU-weites Register. Das bedeutet: Eine Nummer genügt für die gesamte EU. Sie beantragen sie einmal in dem Land, in dem Sie ansässig sind, und verwenden sie danach in allen Mitgliedstaaten.

Wie ist die Nummer aufgebaut?

Jede EORI-Nummer beginnt mit einem Ländercode aus zwei Buchstaben, der zeigt, welches Land die Nummer vergeben hat. Danach folgt eine Kennung mit bis zu 15 Zeichen. Deutsche Nummern bestehen aus DE plus bis zu 15 Ziffern:

DE123456789012345
Ländercode (2 Buchstaben)Kennnummer (bis zu 15 Ziffern)
Beispielaufbau einer deutschen EORI-Nummer.

Woher kommt die Ziffernfolge?

Bei vielen deutschen Unternehmen basiert die Kennung auf der früheren Zollnummer, die 2009 in die EORI-Nummer überführt wurde. Wenn Ihr Unternehmen schon lange im Außenhandel aktiv ist, kennt Ihre Buchhaltung die Ziffern vermutlich noch von früher.

Wofür wird die Nummer verwendet?

In allen Zollanmeldungen. In Deutschland läuft die Zollabwicklung elektronisch über das System ATLAS — und jede Anmeldung dort erwartet eine gültige EORI-Nummer. Ohne sie können Sie Waren weder verzollen noch ausführen.

Wer braucht eine EORI-Nummer?

  • Unternehmen, die Waren aus Nicht-EU-Ländern importieren oder dorthin exportieren
  • Spediteure und Zollvertreter, die im Namen anderer anmelden
  • Online-Händler, deren Waren die EU-Außengrenze passieren
  • In bestimmten Fällen auch Privatpersonen

EORI-Nummer und Umsatzsteuer-ID

Eine häufige Frage: Ist die EORI-Nummer dasselbe wie die USt-IdNr.? Die Antwort ist nein. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer identifiziert Ihr Unternehmen gegenüber den Steuerbehörden bei Geschäften innerhalb der EU, die EORI-Nummer gegenüber dem Zoll beim Handel über die EU-Außengrenze. Sie brauchen im Außenhandel in der Regel beide — einen ausführlichen Vergleich finden Sie im großen EORI-Ratgeber.

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Häufige Fragen

Was bedeutet EORI?

EORI steht für Economic Operators Registration and Identification. Es ist das EU-weite System zur Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten gegenüber den Zollbehörden.

Wofür wird die EORI-Nummer verwendet?

Für alle Zollanmeldungen — bei der Einfuhr, Ausfuhr und im Versandverfahren. In Deutschland läuft das elektronisch über das Zollsystem ATLAS, das die EORI-Nummer in jeder Anmeldung erwartet.

Wer braucht eine EORI-Nummer?

Unternehmen, die Waren mit Ländern außerhalb der EU handeln, sowie Spediteure und Zollvertreter. In bestimmten Fällen auch Privatpersonen.

Gilt die deutsche EORI-Nummer in der ganzen EU?

Ja. Eine in einem Mitgliedstaat vergebene EORI-Nummer ist in der gesamten EU gültig. Sie beantragen die Nummer nur einmal — in dem Land, in dem Sie ansässig sind.

Wie sieht eine EORI-Nummer aus?

Immer Ländercode plus bis zu 15 Zeichen. Deutsche Nummern bestehen aus DE gefolgt von bis zu 15 Ziffern, zum Beispiel DE123456789012345.

Der nächste Schritt

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