Brauchen Privatpersonen eine EORI-Nummer?
In den allermeisten Fällen: nein. Wer gelegentlich online in den USA, in Großbritannien oder in China bestellt, bekommt die Zollabwicklung vom Paketdienst (etwa DHL, UPS oder FedEx) abgenommen. Eine eigene EORI-Nummer ist dafür nicht nötig.
Anders sieht es aus, wenn Sie regelmäßig Waren einführen oder Ihre Sendungen selbst beim Zoll anmelden — dann verlangt der Zoll auch von Privatpersonen eine EORI-Nummer.
Wann kann eine Nummer nötig werden?
- Sie importieren wiederholt Waren aus Nicht-EU-Ländern
- Sie geben Zollanmeldungen selbst ab, etwa über ATLAS oder am Zollamt
- Sie führen selbst Waren höheren Werts ein und deklarieren sie
- Der Zoll oder Ihr Spediteur fordert Sie auf, eine EORI-Nummer anzugeben
Faustregel
Können Privatpersonen eine Nummer beantragen?
Ja. Privatpersonen beantragen die EORI-Nummer wie Unternehmen kostenlos über das Bürger- und Geschäftskundenportal des Zolls bei der Generalzolldirektion. Statt der Firmendaten geben Sie Ihre persönlichen Daten an. Den Ablauf zeigt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Wie sieht die Nummer aus?
Genauso wie bei Unternehmen: Ländercode DE, gefolgt von bis zu 15 Ziffern. Haben Sie bereits eine Nummer erhalten, können Sie ihre Gültigkeit direkt online prüfen.
Die Grenze zur Gewerblichkeit
Wächst Ihre private Einfuhr und beginnt, nach Handel auszusehen — etwa durch Weiterverkauf —, stellt sich die Frage der Gewerblichkeit. Dann gelten andere Regeln: Sie melden ein Gewerbe an und beantragen die EORI-Nummer als Unternehmen. Im Zweifelsfall lohnt eine kurze Rückfrage beim Zoll, bevor Ärger mit Nachforderungen entsteht.
Sie haben eine Nummer erhalten?
Prüfen Sie, ob sie gültig und registriert ist.
